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Veranstaltungstipps: Einblicke in das Label-Labyrinth und faires Spielzeug

Im November und Dezember stehen zwei Vorträge der VHS Reckenberg-Ems in Kooperation mit der Lokalen Agenda 21 auf dem Programm.
„Öko – Bio – Fair?“ Einblicke in das Label-Labyrinth
Plakat Vortrag Label-Labyrinth

Ob im Supermarkt, im Kaufhaus oder im Netz: Wer ethisch konsumieren will, bewegt sich durch ein Labyrinth aus Siegeln und Standards. Doch was genau verbirgt sich hinter den bunten Logos und den wohlklingenden Versprechen? Was wird durch die gängigen Siegel, Standards und Initiativen eigentlich verbessert?

CIR-Referent für Lebensmittel, Thorsten Moll, wird in diesem Vortrag die bekanntesten Label aus den Bereichen Lebensmittel und Textilien genauer unter die Lupe nehmen. Was sagen sie über die Arbeitsbedingungen in der Lieferkette aus? Werden strenge ökologische Kriterien angesetzt? Und wir glaubwürdig sind sie überhaupt? Der Vortrag hat das Ziel, Ihr eigenes kritisches Urteilsvermögen zu schulen, sodass sie sich nicht mehr verloren fühlen im unübersichtlichen Label-Labyrinth.

Donnerstag, 14. November 2019
19:00 Uhr
Seminarraum
VHS im Stadthaus
Kirchplatz 2, 33378 Rheda-Wiedenbrück

Mehr Informationen finden Sie unter www.vhs-re.de

Fair produziertes Spielzeug
Plakat Vortrag Fair produziertes Spielzeug

Viele europäische Hersteller haben in den letzten fünfzehn Jahren aus Kostengründen ihre Produktion nach China verlegt. Die Beschäftigten in den chinesischen Spielzeugfabriken stehen unter großem Druck: Spielzeug ist Saisonware, die pünktlich geliefert werden muss.

Wenn die Produktion für das Weihnachtsgeschäft auf Hochtouren läuft, sind die Arbeitszeiten oft extrem lang – 12 oder gar 14 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche. Gesetzliche Mindestlöhne werden unterschritten, Arbeitsschutzbestimmungen grob verletzt. Viele Wohnheime für die Beschäftigten sind in menschenunwürdigem Zustand.

Dieser Vortrag sensibilisiert für einen kritischen Blick auf die Herkunft von Dingen, mit denen wir unsere Liebsten beschenken und informiert über gute Alternativen.

Donnerstag, 5. Dezember 2019
19:00 Uhr
Vortragsraum
Haus der Kreativität
Lange Straße 87, 33378 Rheda-Wiedenbrück

Mehr Informationen finden Sie unter www.vhs-re.de

Vortrag im Luise-Hensel-Saal: „Wie die EU den armen Völkern schadet“

Für Kurzentschlossene: Morgen, am 19. September, findet um 19:30 Uhr im Luise-Hensel-Saal ein Vortrag mit brandaktuellem Thema statt.

Die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt hat mit Franzisco Mari (Brot für die Welt) einen kompetenten Referenten eingeladen, um über die Auswirkungen der Agrarpolitik der Europäischen Union (EU) auf die armen Länder der sogenannten dritten Welt zu berichten.

Seit längerer Zeit haben schon Fachleute kritisiert, dass aus der EU subventionierte Nahrungsmittel in die armen Länder exportiert wurden. Vor Jahren waren es Hähnchenteile, die den afrikanischen Markt überschwemmten und die einheimischen Hühnerfarmen ruinierten. Gegenwärtig sind es u.a. Weizenexporte aus der EU, die in Afrika den heimischen Anbau von Hirse verdrängen und Bauern ihrer Existenzgrundlage berauben. Und es taucht die Frage auf, wer für diese Fehlentwicklung verantwortlich ist und was man dagegen tun kann. Diese Fragen und andere Aspekte der Agrarpolitik der EU weiß der Referent anschaulich zu beleuchten.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Mehr dazu: http://www.rheda-wiedenbrueck.de/…/Veranstaltungen/vortrag_…

Aktion „50 Obstbäume für Rheda-Wiedenbrück“ ist zurück

Titelmotiv Obstbaumaktion
Zwischen dem 1. und 15. September können Bürger der Stadt Rheda-Wiedenbrück wieder Obstbäume zum Vorzugspreis bestellen. Im Sinne der Erhaltung alter, regionaltypischer Sorten bieten wir fünfzig selten gewordene Apfel-, Zwetschgen- und Birnbäume an.

Die ausgewählten Sorten stellen schmackhafte und gesunde Alternativen zum gewohnten Sortiment aus dem Supermarkt dar. Dank der Veredelung auf starkwüchsigen Wurzelunterlagen wachsen die Bäume gut und gesund auf den hiesigen sandigen Böden. Sie werden bis zu fünf Meter hoch und breit und lassen sich gut in kleine Gärten pflanzen sowie leicht beernten. In diesem Jahr wird außerdem erstmals eine Mirabelle im Angebot sein.

Interessenten erhalten im Bürgerbüro im Rathaus Rheda oder hier auf unserer Internetseite das Bestellformular mit den Informationen zu den einzelnen Sorten (auf Sämlingsunterlagen als Halbstamm). Durch ein Teilsponsoring der Lokalen Agenda 21 Rheda-Wiedenbrück können die Bäume inklusive Pflanzset (Baumpfahl, Kokosstrick, Krampen und Pflanzanleitung) kostengünstig für 15 EUR erworben werden. Pro Familie wird ein Baum abgegeben solange der Vorrat reicht. Spätestens bis zum 15.09.2018 kann im Bürgerbüro Rheda bestellt werden. Dort ist der Obstbaum gleichzeitig bar zu bezahlen.

Am Samstag, 10.11.2018, 11-13 Uhr, stehen die bestellten Obstbäume vor dem Reethus zur Abholung bereit. Dipl.-Ing. Helge Jung aus Werther wird den Pflanzschnitt fachkundig vornehmen und Tipps für die weitere Pflege geben.

Neben den Obstbäumen gibt es an diesem Morgen noch andere Highlights: Die Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (GNU) wird wieder hochwertige Bienenhotels, Nistkästen und interessante Informationen anbieten. Die Steuerungsgruppe „Fair-Trade-Stadt“ kommt mit dem Weltladenfahrrad und bietet fair gehandelte Produkte sowie fairen heißen Emskaffee an.

Alle Informationen noch einmal auf einen Blick:
Bestellung und Barzahlung:

Samstag, 1.9. bis Samstag, 15.9.2018, Bürgerbüro Rheda
Ein Baum pro Familie, nur so lange der Vorrat reicht.

Bestellformular hier herunterladen

Preis:

15 EUR
inkl. Pflanzset (Baumpfahl, Kokosstrick, Krampen und Pflanzanleitung) und Erstbeschnitt

Abholung:

Samstag, 10.11.2018, 11-13 Uhr, Parkplatz vor dem Reethus

Wussten Sie schon, dass es in Deutschland früher etwa 3.000 Apfelsorten gab?

Mitte des 20. Jahrhunderts reduzierte sich durch den marktorientierten Anbau von Obst diese Vielfalt auf wenige Sorten mit makellosem Äußerem, aber oft mit wenig Geschmack.
Früher gab es Sorten für fette, feuchte, arme, trockene Böden, für windoffene Lagen, für Lagen, in denen Spätfrost herrschte, eben für regional typische Standortbedingungen. Dann gab es Sorten, die im August reiften, im September oder Oktober, Sorten, die man direkt genießen, und andere, die man bis ins nächste Jahr hinein lagern konnte.

Überlebten alte regionale Sorten zuletzt fast nur noch auf Streuobstwiesen, findet heute zum Glück eine Rückbesinnung zu dieser schmackhaften, vielseitigen und individuellen Alternative zur importierten Massenware aus dem Supermarkt statt. Diesen Trend möchten wir mit unserer Obstbaumaktion unterstützen.

Pflücken erlaubt statt betreten verboten: Essbare Stadt Minden

Einladung zum Besuch der Essbaren Stadt Minden

Die Lokale Agenda 21 Rheda-Wiedenbrück hat sich die Arbeit für mehr nachhaltige Lebensqualität in unserer Stadt auf die Fahnen geschrieben. In diesem Sinne beschäftigt sich das Bürgerforum seit einiger Zeit mit dem Thema „Essbare Stadt“.

Dabei werden öffentliche Flächen zum Anbau von Obst und Gemüse genutzt. Jeder Bürger darf sich beteiligen – und das Ergebnis genießen. Weltweit lassen sich in Städten wie Andernach, Almere (NL), Todmorden (GB) oder Seattle (USA) bereits positive Wirkungen auf den sozialen Zusammenhalt, die Artenvielfalt und die Kompetenz im Umgang mit Lebensmitteln beobachten.

Würde dieses Prinzip auch bei uns funktionieren? Wie könnte ein „essbares“ Rheda-Wiedenbrück aussehen? Um diesen Fragen nachzugehen, lädt die Lokale Agenda 21 alle interessierten Bürger zu einem Besuch in Minden ein, wo die Bewohner bereits ihre eigene Essbare Stadt gestaltet haben.

Dazu wollen wir am Samstag, 2. September 2017, voraussichtlich ab 9:30 Uhr abfahren, damit wir um 11 Uhr in Minden sind. Wir planen einen entspannten Rundgang, der etwa 1 bis 1,5 Stunden dauern wird. Anschließend gibt es eine Fragestunde in einer noch festzulegenden Lokalität.

Anmeldung:

Für unsere Planungen benötigen wir verbindliche Zusagen. Bitte melden Sie sich bis Freitag, 25. August 2017 per E-Mail oder Telefon bei uns an:

Henrike Groten, Sprecherin der Lokalen Agenda 21
E-Mail: kontakt@la21-rhwd.de
Telefon: 05242 404514
(bitte auf dem Anrufbeantworter Vor- und Nachname sowie Telefonnummer und ggf. E-Mail-Adresse hinterlassen).

Weitere Details folgen an alle Teilnehmer des Ausflugs.

Ablauf:
Je nach Teilnehmeranzahl fahren wir per Bahn nach Minden (9.43 Uhr Abfahrt – 10:30 Uhr Ankunft) und dort mit dem barrierefreien Bus in die Innenstadt ODER mieten einen Reisebus ODER bilden Fahrgemeinschaften. Die Kosten übernimmt die Lokale Agenda 21.

In der Innenstadt gehen wir dann zu Fuß von einem Gartenbereich (genannt „Speiseraum“) zum anderen. Voraussichtlich werden wir um etwa 15 Uhr von Minden wieder nach Rheda-Wiedenbrück zurückfahren.


Worum geht es?

Beim sogenannten Urban Gardening wird aus der Stadt ein Feld, und jeder darf ernten. So gedeiht neben Kohl und Salat auch das soziale Vertrauen. Die Artenvielfalt wird gefördert und das Stadtbild belebt. Neben Augen, Ohren und Nase wird nun auch der Geschmackssinn angesprochen: Das eigene Umfeld kann ganz neu entdeckt werden.

 

Pflanzaktion in der Mindener Altstadt
Benutzung ausdrücklich erlaubt: Mitten in der Mindener Altstadt entsteht ein Gemüsegarten, der Augen, Nase und Gaumen erfreuen soll. Die tatkräftige Hilfe der Bürger ist gewünscht, aber nicht verpflichtend. (Fotograf: Detlef Müller) // Titelbild: Kräuterkästen an der Martinitreppe in Minden (Quelle: www.essbare-stadt-minden.de)

 

 

Beispielprojekte:
Minden – www.essbare-stadt-minden.de
Andernach – www.andernach.de
Freiburg – Essbares Rieselfeld
Halle (Waldgarten) – www.essbarer-waldgarten.de
Heidelberg – essbaresheidelberg.wordpress.com
Kassel – www.essbare-stadt.de


Unsere nächste Sitzung:
29. August 2017, 19.30 Uhr
Hohenfelder Brauhaus
Lange Straße 10
OT Wiedenbrück