Einfach Trinkwasser aus dem Hahn trinken – günstig, sicher und frisch

Erfolgreich hat die Lokale Agenda 21 in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück und den zwei Wasserversorgern des Stadtgebietes, der VGW und der Wasserversorgung Beckum GmbH eine Aufklärungskampagne in einer Flüchtlingsunterkunft in Batenhorst durchführen können. Die Bewohner wurden besucht von Katja Schröder von der Lokalen Agenda 21, Herrn Dr. Carsten Behlert von der VGW und Herrn Andreas Becker von der Beckumer Wasserversorgung GmbH, begleitet von der Stadtverwaltung vertreten durch Frau Diksu, sowie Ahlam Ajami vom Verein Willkommen in Rheda-Wiedenbrück.

Die Besucher kamen mit verschiedenen Bewohnern u.a. aus Syrien und der Türkei ins Gespräch und die Fachleute von den Wasserversorgern beantworteten verschiedene Fragen, wie zum Beispiel, warum das Wasser aus der Leitung manchmal erst milchig trüb wirkt. 

Hierzu konnte Herr Dr. Behlert erklären, dass die Ursache für die Trübung der Gasaustritt aus dem Trinkwasser ist. Das kühlere Wasser aus dem Wasserwerk weist eine größere Löslichkeit für Gase auf. Erwärmt sich das Wasser im Rohrnetz, kann es zur Ausgasung kommen, es bilden sich sehr kleine Bläschen. Die Farbe des Trinkwassers wird dann als milchig wahrgenommen. Es handelt sich nicht um eine Trübung im Sinne der Trinkwasserverordnung, die durch Partikel verursacht wurde.

Er riet dazu, morgens, vor allem im Sommer und bei Altbauten, das in den Hausleitungen über Stunden gestandene Wasser „abzuschlagen“, also so lange ablaufen zu lassen, bis die Fingerprobe kühleres Wasser aus der städtischen Hauptleitung anzeigt.

Andreas Becker betonte, dass das Wasser regelmäßig von unabhängigen Laboren kontrolliert wird und verwies auf die deutsche Trinkwasserverordnung, die überall im Bundesgebiet eine gleichbleibend hohe und sicher trinkbare Wasserqualität sicherstellt. 

Dazu kommt, dass Wasser aus dem Hahn nur 0,2 Cent pro Liter kostet und somit unschlagbar günstig im Vergleich zu gekauftem Wasser ist. 

Auch die Umweltbilanz ist besser, so Behlert, da Transportwege vermieden werden und kein Flaschenrecyling notwendig ist. Becker betonte: „Und das Wasser aus der Leitung ist viel frischer als Wasser, das in Flaschen vielleicht schon lange im Laden steht.“ 

Die Bewohner erzählten, dass das Leitungswasser in einigen Heimatländern nicht getrunken werden kann und nahmen die Informationen gerne an und ließen sich überzeugen, dass sie das hiesige Leitungswasser bedenkenlos trinken können.

Zum Schluss erhielten alle Anwesenden Heimbewohner eine Edelstahlfasche zur Trinkwasserabfüllung.